Windows Registry auf externer Festplatte öffnen

Wer die Windows Registrierungsdatenbank, auch Registry genannt, aus einem Backup oder von einer externen Festplatte öffnen möchte, steht oft vor einer großen Frage: Wie geht das eigentlich? Vor ein paar Tagen habe ich mir genau diese Frage gestellt. Windows wollte nicht mehr laden (mein Fehler …) und das Betriebssystem war, trotz diverser Rettungsversuche, nicht mehr Wiederherzustellen. In meinem frisch installierten Windows 10 wollte ich nun ein paar Daten aus der alten Registry, von der zuvor auf einer extern gesicherten Windows Partition, holen. Hier zeige ich euch wie das geht.

Durchführung nur auf eigene Gefahr! Jeder Fehler kann zu einem Datenverlust führen!

Registry öffnen

Als erstes muss die Registry der aktuellen Windows Installation geöffnet werden. Hierfür klickt man entweder in das Suchfeld auf der Taskleiste, auf das Startmenü oder mit der rechten Maustaste auf das Startmenü und anschließend auf „Ausführen“. Bei allen drei Wegen muss im Anschluss auf der Tastatur „regedit“ eingeben und dies mit der Eingabetaste bestätigt werden.

Registry Übersicht

Funktionsweise und Speicherorte

Bevor es nun weiter geht, muss ich kurz und vereinfacht die Funktionsweise der Registry erklären.

Die Datenbank hat verschiedene Hauptschlüssel, auch Hives (englisch für Bienenstöcke) genannt, die Ihr im Bild oben sehen könnt. Manche dieser Hauptschlüssel sind nur Verweise an andere Orte der Registry. Beispielsweise zeigt unter Windows 10 der Hauptschlüssel „HKEY_CURRENT_USER“ auf den Ort „HKEY_USERS\<Benutzer-SID>“, wobei <Benutzer-SID> die SID des aktuell am System angemeldeten Benutzers ist. Diese Daten findet Ihr wiederum in der Datei „%systemdrive%\Users\%username%\NTUSER.DAT“. Beachtet hier bitte, das gegebenenfalls ausgeblendete Dateien sichtbar gemacht werden müssen. Andernfalls kann man die versteckte „NTUSER.DAT“ nicht sehen. Die Daten von „HKEY_LOCAL_MACHINE“ verteilen sich auf viele einzelne Dateien im Ordner „%systemroot%\System32\config\“. Der Schlüssel „HKEY_LOCAL_MACHINE/Software“ ist Beispielsweise die Datei „SOFTWARE“. Details hierzu findet Ihr unter anderem auf Wikipedia. Je nachdem welche Daten Ihr benötigt, müsst Ihr also spätestens jetzt herausfinden in welcher Datei diese liegen.

Da einige der Hauptschlüssel, wie bereits erwähnt, lediglich Verweise an andere Stellen in der Registry sind, können wir auch nur in bestimmte Hauptschlüssel externe Daten laden. Und zwar unter „HKEY_LOCAL_MACHINE“ und „HKEY_USERS“. Ich empfehle hier für die bessere Übersicht „HKEY_LOCAL_MACHINE“.

Struktur laden

Als erstes wird der Hauptschlüssel angeklickt in den die Daten geladen werden sollen.

Regedit Hauptschlüssel

Anschließend muss im Menü „Datei“ der Punkt „Struktur laden…“ ausgewählt werden.

Regedit Struktur laden

Jetzt wählt man die zu öffnende Datei der alten Windows Installation aus und klickt auf „Öffnen“. In diesem Beispiel verwende ich meine alte „NTUSER.DAT“. Wenn Ihr bis hierhin alles richtig gemacht habt, werdet Ihr nun nach einem Schlüsselnamen gefragt.

Regedit Schlüsselname

Gebt hier am besten „temp“, was für temporär steht, ein und bestätigt diese Eingabe mit einem Klick auf „Ok“.

Daten exportieren

Mit einem Klick auf den kleinen Pfeil neben „HKEY_LOCAL_MACHINE“ kann der Hauptschlüssel geöffnet werden. Die importierten Daten liegen nun unter dem eben angelegten Schlüssel „temp“.

Regedit Hive geladen

Möchte man jetzt etwas von den alten Daten exportieren, um diese später in die neue Registry einzufügen, kann auf den gewünschten Eintrag ein Rechtsklick gemacht und der Punkt „Exportieren“ ausgewählt werden.

Regedit exportieren

Meine exportierte Datei habe ich in kreativer Weise „Export“ genannt.

Daten aufbereiten

Bevor diese exportierten Daten in unsere Registry importiert werden können, müssen diese noch aufbereitet werden. Andernfalls landen diese nachher an der falschen Stelle unter „HKEY_LOCAL_MACHINE/temp/%Exportierter-Schlüssel%“ und nicht, wie es in meinem Fall sein soll, unter „HKEY_CURRENT_USER/%Exportierter-Schlüssel%“. Um dies zu verhindern, klickt man mit der rechten Maustaste auf die exportierte Datei, bei mir „Export.reg“, und wählt „Bearbeiten“ aus. Falls das nicht funktioniert, kann man auch direkt das Notepad von Windows aufmachen und dort unter „Datei“ und den Menüpunkt „Öffnen…“ die exportierte Datei öffnen.

Regedit exportierte Daten

Der Inhalt der Datei kann sehr groß ausfallen. Das ist abhängig von den exportierten Daten. Um nun alle Pfade gleichzeitig anzupassen, klickt man unter „Bearbeiten“ den Menüpunkt „Ersetzen…“ an.

Notepad ersetzen

In dem Dialogfenster das sich geöffnet hat kann nun ausgewählt werden was durch etwas anderes ersetzt werden soll. In meinem Beispiel ist das „HKEY_LOCAL_MACHINE/temp/“ welches mit „HKEY_CURRENT_USER/“ ersetzt werden soll. Mit einem Klick auf „Alle ersetzen“ wird dies durchgeführt.

Notepad ersetzen Optionen

Anschließend kann das Dialogfenster über „Abbrechen“ geschlossen werden. Die Änderungen werden durch einen Klick auf den Menüpunkt „Speichern“ unter „Datei“ gespeichert. Das Notepad Fenster kann nun geschlossen werden.

Struktur entfernen

Die nun nicht mehr benötigten Daten in dem Schlüssel „temp“ sollten entfernt werden sobald alles erledigt ist. Dies geschieht sehr einfach und schnell indem der Schlüssel „temp“ mit einem Klick der linken Maustaste ausgewählt und dann unter „Datei“ der Menüpunkt „Struktur entfernen…“ angeklickt wird.

Regedit Hive entfernen

Daten importieren

Zu guter letzt importieren wir die gewünschten Daten an die richtige Stelle. Dies erfolgt durch einen Doppelklick auf unsere Datei. In meinem Fall heißt sie weiterhin „Export.reg“. Anschließend erfolgt eine Sicherheitsabfrage ob die gewünschte Aktion wirklich durchgeführt werden soll. Diese wird mit „Ja“ bestätigt.

Registry importieren

Das war es auch schon! Es wurden erfolgreich Daten einer anderen Registry in das aktuelle System importiert. Je nachdem um was für Daten es sich handelt, kann gegebenenfalls ein Neustart des Systems notwendig sein.

Von |2020-03-10T23:24:25+01:0010. März 2020|Alle, Beiträge, Software|0 Kommentare

Windows in X Minuten herunterfahren

Es gibt Situationen in denen man Windows zeitgesteuert herunterfahren möchte. Zum Beispiel wenn ein Download noch nicht fertig ist und man schlafen gehen möchte. Oder wenn andere Aufgaben erledigt werden sollen und man die Wohnung verlassen möchte. Im Anschluss daran muss das Gerät ja nicht weiter Strom verbrauchen, wenn es nicht mehr benutzt oder benötigt wird.

Um ein Gerät mit einer aktuellen Windows Version in einer bestimmten Zeit herunterzufahren, benötigen wir die Eingabeaufforderung. Diese öffnet man wie folgt:

  1. Mit der Maus auf das Startmenü klicken
  2. Auf der Tastatur „cmd“ eingeben
  3. Die Eingabeaufforderung oder „Öffnen“ anklicken

Eingabeaufforderung öffnen

Die Eingabeaufforderung sollte sich nun geöffnet haben und so oder so ähnlich aussehen:

Eingabeaufforderung

Hier benötigt man nun den Befehl „shutdown“ . Für diesen gibt es diverse Parameter, die übergeben werden können. Das ist eine kleine Auswahl davon:

  • shutdown /s – Fährt das Gerät sofort herunter.
  • shutdown /s /t 60 – Fährt das Gerät nach 60 Sekunden bzw. 1 Minute herunter.
  • shutdown /f – Erzwingt das schließen aller geöffneter Programme. Achtung! Dies kann bei nicht gespeicherten Änderungen zu Datenverlust führen!
  • shutdown /a – Bricht das geplante herunterfahren wieder ab.
  • shutdown /? – Zeigt eine kurze Hilfe mit allen Parametern und Möglichkeiten an.

Um das Gerät in zwei Stunden herunterzufahren, muss somit „shutdown /s /t 7200 /f“ eingegeben werden. Dies wird durch folgende Meldung bestätigt:

Bestätigung herunterfahren

Wenn wir das herunterfahren mit „shutdown /a“ abbrechen, wird dies wiederum mit folgender Meldung bestätigt:

Herunterfahren abgebrochen

Sollten an dem Gerät mehrere Benutzer angemeldet sein, muss die Eingabeaufforderung als Administrator ausgeführt werden.

tl:dr

Die Windows Eingabeaufforderung öffnen, den Befehl „shutdown /s /t 7200 /f“ eingeben und das Gerät fährt in zwei Stunden herunter. Die Zeit (in diesem Fall 7200) wird in Sekunden angegeben. Alle geöffneten Programme werden erzwungen geschlossen. Achtung! Dies kann bei nicht gespeicherten Änderungen zu Datenverlust führen!

Von |2019-05-10T14:40:52+02:005. Januar 2019|Alle, Beiträge, Software|1 Kommentar

FRITZ!Box Smart Home Geräte mit dem Google Assistent steuern

In diesem Artikel habe ich euch bereits gezeigt wie es möglich ist Smart Home Geräte an eurer Fritz!Box mit dem Google Assistent beziehungsweise dem Google Home zu steuern. Dies war jedoch recht aufwendig und geht inzwischen deutlich einfacher und mit einer geringeren Verzögerung.

Fritz!Box vorbereiten

Um über das Internet auf eure FRITZ!Box zugreifen zu können, müsst ihr entweder einen DynDNS Account in den Einstellungen hinterlegt haben oder, wie ich, den MyFRITZ! Dienst von AVM nutzen. Falls Ihr euch jedoch für einen DynDNS Anbieter entscheiden solltet, empfehle ich den kostenlosen und zuverlässigen DynDNS Service. Zusätzlich wird ein neuer Benutzer benötigt dem nur der Zugriff aus dem Internet und auf die Smart Home Funktionen gewährt wird. Wie das alles eingerichtet wird, erfahrt ihr online im Service-Bereich von AVM.

FB Smart Home einrichten

Auf der Webseite von FB Smart Home müsst ihr zu den Einstellungen gehen und euch mit eurem Amazon Account einloggen. Anschließend erscheinen drei Eingabefelder in denen ihr eure MyFRITZ!- bzw. DynDNS-Adresse, den Benutzer und das Passwort des Benutzers eingebt.

FB Smart Home Daten

Mit einem Klick auf „Verbindung testen“ wird, oh’ welch Überraschung, die Verbindung zu eurer FRITZ!Box überprüft. Wenn alles erfolgreich war, wird dementsprechend eine Meldung angezeigt und eure Smart Home Geräte ausgelesen die dann etwas tiefer auf der Webseite angezeigt werden. Dort am Ende der Liste müsst ihr auf „Daten speichern“ klicken.

Google Home App

Fügt das Konto beziehungsweise den Dienst „FB Smart Home“ hinzu, richtet abschließend alle Smart Home Geräte ein und weist ihnen Räume und Namen zu.

Testen

Nun sollte alles funktionieren und die Steuerung eurer Smart Home Geräte per Sprache möglich sein! Viel Spaß!

Von |2019-05-10T14:38:54+02:0018. Oktober 2018|Alle, Beiträge, Software|8 Kommentare

FRITZ!Box AHA (AVM Home Automation) mit Google Home steuern

Eine neue, günstigere und deutlich einfachere Lösung gibt es hier!

Seit dem 08.08.2017 ist der Google Home mit seinem Google Assistant nun auch in Deutschland erhältlich. Da AVM leider noch immer nicht plant Google Home oder Amazon Echo offiziell zu unterstützen, habe ich nach einem eigenen Weg gesucht um meine Smart Home Geräte von AVM per Sprache zu steuern.

AVM Tweet

Da ich es praktisch finde das keine weitere Basis benötigt wird wenn man eine FRITZ!Box verwendet und ich grundsätzlich die Hardware von AVM sehr mag, finde ich deren Einstellung beziehungsweise Entscheidungen diesbezüglich sehr schade. Abgesehen davon stellt sich mir auch die Frage wie gut man sich auf einem so stark wachsenden Markt behaupten kann wenn man solche Dinge nicht anbietet.

Doch kommen wir nun zu dem eigentlichen Thema: Die Steuerung von FRITZ!DECT 200 und FRITZ!DECT 300 Geräten mithilfe des Google Home. Das ganze funktioniert natürlich auch mit anderen AVM Geräten wie beispielsweise dem FRITZ!DECT 210. Aufgrund der langen Wege die zurück gelegt werden müssen gibt es jedoch eine recht hohe Verzögerung von im Schnitt etwa 5 Sekunden. Sollte jemand damit Probleme haben empfehle ich an dieser Stelle abzubrechen. Technisches Verständnis ist für diese Anleitung sehr empfehlenswert.

Vorgehensweise

Sprachkommando → Google Home → IFTTT (Google Assistent Service) → IFTTT (Maker Webhooks Service) → Aufruf einer URL → DDNS DynDNS Dienst → Raspberry Pi Webserver → fritzctl console → FRITZ!Box → FRITZ!Box AHA Gerät → Schalten

Hardware & Software

Hardware die ich verwendet habe:

  • FRITZ!Box 6490 Cable mit neuster Firmware 6.83
  • Raspberry PI 3 Modell B
  • Diverse FRITZ!DECT 200 und FRITZ!DECT 300 Geräte
  • Google Home

Google Home

Software die ich verwendet habe:

Dienste die ich verwendet habe:

FRITZ!Box vorbereiten

Die FRITZ!Box sollte auf dem neusten Stand sein und somit über das aktuellste FRITZ!OS verfügen. Empfehlenswert wäre es zudem einen extra Benutzer für die Smart-Home Steuerung anzulegen. Um aus dem Internet über eure FRITZ!Box auf den Raspberry Pi zugreifen zu können, müsst ihr neben einem DynDNS Account auch eine Portfreigabe (HTTPS/443) in den Einstellungen hinterlegt haben. Als DynDNS Anbieter empfehle ich euch den kostenlosen und zuverlässigen DynDNS Service. Wie das alles in eurer FRITZ!Box eingerichtet wird, erfahrt ihr online im Service-Bereich von AVM.

Raspberry PI vorbereiten

Auf meinem Raspberry Pi läuft die neuste Version von Raspbian Stretch Lite, Apache sowie PHP. In diesem Howto werde ich aber nicht weiter auf die Grundeinrichtung eines Raspberry Pi und der bekannten Software eingehen. Alle benötigen Anleitungen und Informationen dazu findet ihr schnell über Google. Um jegliche Kommunikation verschlüsselt zu übertragen ist mein Webserver mit einem kostenlosen Let´s Encrypt SSL-Zertifikat ausgestattet. Wie ihr das schnell und einfach einrichten könnt erfahrt ihr hier.

Um unsere AVM Smart-Home Geräte zu steuern muss auf dem Raspberry Pi zusätzlich fritzctl verfügbar sein. Für die Installation fügen wir dem Betriebssystem das benötigte Repository sowie den dazugehörigen Signaturschlüssel hinzu.

echo "deb https://dl.bintray.com/bpicode/fritzctl_deb/ stretch main" | sudo tee -a /etc/apt/sources.list
wget -qO - https://api.bintray.com/users/bpicode/keys/gpg/public.key | sudo apt-key add -

Anschließend aktualisieren wir unser lokales Repository und installieren fritzctl.

sudo apt update
sudo apt install fritzctl

Über den folgenden Befehl wird die Einrichtung des Scriptes gestartet:

sudo fritzctl configure

Sobald alle benötigten Informationen bereitgestellt wurden, könnt ihr eure Smart-Home Geräte bereits über die Kommandozeile steuern. Weitere Informationen dazu erhaltet ihr über den folgenden Befehl:

fritzctl --help

Zwischenstand kontrollieren

  • Ist der Webserver auf eurem Raspberry Pi über die DynDNS Domain erreichbar?
  • Funktioniert die Steuerung eurer Smart Home Geräte über die Kommandozeile?

Wenn alles bisher eingerichtete funktioniert kann sofort es weiter gehen. Andernfalls empfehle ich euch zuerst die Fehler zu beheben.

Script anpassen

Auch wenn das von mir erstellte Script nicht wirklich schön ist funktioniert es zuverlässig und ist sicher. ? Ladet euch das ZIP-Archiv mit den benötigten Dateien hier herunter (Version 1.1) und entpackt diese. Anschließend öffnet ihr die Datei „fritz-aha-connect.php“ und nehmt die nachfolgend genannten und notwendigen Anpassungen vor.

// Erlaubte Geräte
$erlaubtegeraete = array(
  "Geraetename1",
  "Geraetename2",
  "Thermostate",
  "GutenMorgen",
  "GuteNacht",
);

Hier wird festgelegt welche Geräte durch dieses Script gesteuert werden dürfen. Die Namen müssen 1:1 aus der FRITZ!Box übernommen werden. Erlaubt sind jedoch nur Großbuchstaben, Kleinbuchstaben und Zahlen. Unter Umständen müsst ihr die Gerätenamen vorher in der FRITZ!Box diesbezüglich anpassen. „Thermostate“ ist ein Platzhalter der es ermöglicht das alle Heizkörperregler gleichzeitig gesteuert werden können. Die beiden Platzhalter „GutenMorgen“ und „GuteNacht“ können dafür verwendet werden um mehrere Steckdosen gleichzeitig zu schalten. Sollten die Platzhalter nicht benutzt oder benötigt werden, könnt ihr diese einfach entfernen.

// Erlaubte Schlüssel
$erlaubteschluessel = array(
  "KEYEINFÜGEN",
);

Um die Sicherheit zu erhöhen wird im Script ein Schlüssel hinterlegt. Dieser muss bei jeder Anfrage übertragen und abgeglichen werden. Ersetzt „KEYEINFÜGEN“ hier auf jeden Fall durch einen selbst erstellen Schlüssel der aus ca. 30 Zeichen besteht. Erlaubt sind hierbei Großbuchstaben, Kleinbuchstaben und Zahlen.

// Geräte abschalten verhindern
$abschaltenverhindern = array(
  "Geraetename2",
);

Wenn bestimmte Geräte nicht ausgeschaltet werden dürfen müsst ihr sie hier auflisten. Beispiel: Server & Computer

// Geräte umschalten verhindern
$umschaltenverhindern = array(
  "Geraetename2",
);

Wenn bestimmte Geräte nicht umgeschaltet werden dürfen müsst ihr sie hier auflisten. Beispiel: Server & Computer

// Befehl ausführen - Temp
elseif( $typ == "300" && $geraet == "Thermostate" ) {
  shell_exec("fritzctl temperature '$status' Geraetename3 Geraetename4 Geraetename5 Geraetename6");
}

Solltet ihr den Platzhalter „Thermostate“ benötigen beziehungsweise verwenden, könnt ihr an dieser Stelle die anzusteuernden FRITZ!DECT 300 Geräte mit Ihren Namen auflisten. Das selbe gilt für die Platzhalter „GutenMorgen“ und „GuteNacht“ im Bereich „Befehle ausführen“ mit ihren FRITZ!DECT 200 Geräten.

Die Dateien müssen nach dem speichern in das Hauptverzeichnis des Webservers hochgeladen werden. Bei mir ist das „/var/www/html/“.

IFTTT vorbereiten

In eurem IFTTT Account benötigt ihr die aktivierten Services Google Assistant und Maker Webhooks.

Verwendete IFTTT Google Home Services

Da es für unsere Zwecke keine passenden Applets gibt müssen wir uns diese selber erstellen. Hierfür gehen wir in den Maker Bereich der IFTTT Plattform und klicken unter „Applets“ – „Private“ auf den „New Applet“ Button. Bei einfachem ein-, aus- oder umschalten müssen die grünen Optionen mit dem entsprechenden Status „on“, „off“ oder „toggle“ verwendet werden. Für mehrere Thermostate oder zum Übergeben eines Wertes sind es die blauen Optionen (Beispiele):

if

Trigger: Google Assistent
„Say a simple phrase“/„Say a phrase with a number“
What do you want to say (Value): Licht/Temperatur auf # Grad einstellen
What do you want the Assistant to say in response? (Value): Ok
Language (Value): German

then

Add action
Action: Webhooks
„Make a web request“
URL (Value): https:// Eure-DynDNS-Adresse .tld/fritz-aha-connect.php
Method (Value): POST
Content Type (Value): application/x-www-form-urlencoded
Body (Value): schluessel=KEYEINFÜGEN&geraet=Geraetename1&typ=200/300&status=toggle/{{NumberField}}
Applet title: Licht/Heizung
Applet description: Licht/Heizung

Nach dem speichern des Applets könnt ihr auf „Want to test or use this Applet yourself? Enable it on IFTTT“ klicken um es zu aktivieren. Wenn ihr alles richtig gemacht habt sollte es auf dieser Seite zu sehen sein. Wenn das der Fall ist könnt ihr ab sofort den von euch eingerichteten Sprachbefehl nutzen. Bitte beachtet das es bei einigen Kombinationen von Wörtern Probleme geben kann da diese teilweise nicht von Google akzeptiert werden. Um solche Fehler auszuschließen empfehle ich, wie in den Beispielen, ganz einfach anzufangen. Solltet ihr ein Applet bearbeiten müsst ihr es unter Umständen erneut aktivieren.

Fertigstellung

Da solche Sachen immer zuverlässig, ohne Probleme und auf Anhieb funktionieren (?) gehe ich davon aus das alles bestens geklappt hat. Somit könnt ihr nun mit der finalen Einrichtung beginnen und euch alle benötigten Applets erstellen und gegebenenfalls Anpassungen am Script vornehmen.

Über euer Feedback in den Kommentaren würde ich mich freuen.

Von |2019-05-10T14:39:03+02:0027. August 2017|Alle, Beiträge, PHP / HTML & Co, Server, Software|5 Kommentare

USB-Stick / SD-Karte formatieren

Manchmal ist es notwendig einen USB-Stick oder eine SD-Karte zu formatieren. Sei es aufgrund eines Linux-Dateisystems das unter Windows nicht erkannt wird oder aufgrund von anderen Fehlern. Wird ein Laufwerk jedoch gar nicht mehr in Windows angezeigt oder wird ein Laufwerk viel kleiner angezeigt als es eigentlich ist, kann man dieses nicht mehr auf normalem Wege formatieren. In so einem Fall kann uns diskpart helfen. Diskpart ist ein Werkzeug das in der Kommandozeile verwendet wird und mit dem Datenträger, Partitionen oder Volumes verwaltet werden können.

Durch das formatieren gehen auf dem Datenträger ALLE Daten UNWIDERRUFLICH verloren!

Als erstes müssen wir die Kommandozeile öffnen indem wir die Tastenkombination [Windows-Taste]+[R] drücken, anschließend „cmd“ eingeben und dies mit der [Enter] Taste bestätigen. Alternativ kann man auch die Datei „cmd.exe“ im System32-Ordner von Windows starten. Durch die Eingabe von „diskpart“ in der Kommandozeile öffnet sich nun das gewünschte Programm.

01-diskpart

Jetzt lassen wir uns mit dem folgenden Befehl die verfügbaren Datenträger anzeigen.

list disk

02-diskpart

Tipp: Durch die erneute Eingabe von „list disk“ mit entfernter SD-Karte bzw. entferntem USB-Stick können wir sicherstellen den richtigen Datenträger zu kennen.

An dieser Stelle ist es wichtig den richtigen Datenträger auszuwählen. Sollte man hier einen Fehler machen kann das einen erheblichen Datenverlust zur Folge haben! In meinem Fall handelt es sich um eine 32GB SD-Karte und somit um den Datenträger Nummer 2. Die Nummer findet sich in der Spalte „###“. Die Auswahl des Datenträgers erfolgt folgendermaßen.

select disk 2

03-diskpart

Tipp: Durch die erneute Eingabe von „list disk“ können wir die getroffene Auswahl visuell bestätigen lassen. Der ausgewählte Datenträger ist nun mit einem Stern (*) markiert.

Um den Datenträger zu bereinigen und alle Partitions- oder Volumeformatierungen von dem Datenträger zu entfernen verwenden wir den Befehl:

clean

04-diskpart

Jetzt erstellen wir eine neue Partition, wählen sie aus und aktivieren sie anschließend.

create partition primary
select partition 1
active

05-diskpart

Nun muss unsere neue Partition formatiert werden. Da es Datenträger gibt die kein NTFS unterstützen, empfehle ich grundsätzlich erstmal Fat32.

format fs=fat32 QUICK

06-diskpart

Abschließend weisen wir unserem Datenträger einen Laufwerksbuchstaben zu damit dieser in Windows verwendet werden kann.

assign

07-diskpart

Durch die Eingabe von „exit“ kann das Fenster von diskpart geschlossen werden.

Von |2019-05-10T14:39:10+02:0012. März 2017|Alle, Beiträge, Software|2 Kommentare

Eigene Fritzbox 7490 an o2 Anschluss

In diesem Blog-Eintrag habe ich euch eine Möglichkeit beschrieben wie Ihr das aktuelle Flaggschiff von AVM, die FRITZ!Box 7490, als ehemaliger Alice-Kunde an einem Anschluss von o2 zum laufen bekommt. Dieser Beitrag ist inzwischen veraltet da o2 nun selber die Fritzbox vertreibt und es uns damit deutlich einfacher macht eine eigene Fritzbox zu verwenden. Diese Anleitung gilt für alle Kunden von o2. Unabhängig davon ob man vorher bei Alice war oder direkt bei o2 Kunde geworden ist.

  • Schließt eure Fritzbox an (beiliegende Anleitung beachten) und geht auf die Konfigurationsseite über fritz.box oder 192.168.178.1
  • Folgt nun dem Assistenten – Für die DSL Verbindung ist der Internet-Anbieter „o2 DSL“ zu verwenden, der Benutzernamen ist eure (Haupt-)Telefonnummer und ein Passwort ist nicht vorhanden; gebt hier irgendetwas ein. – Falls die Daten nicht korrekt sind ruft einfach bei o2 an und fragt nach euren DSL Zugangsdaten. Diese geben sie heraus im Gegensatz zu den VoIP Daten.
  • Geht nun auf der linken Seite im Menü auf „System“ und dann auf den Unterpunkt „Update“ – Stellt sicher das ihr die neuste FRITZ!OS Version für eure Fritzbox habt – Falls dies nicht der Fall sein sollte müsst ihr dieses aktualisieren

Nun kann es schnell gehen oder aber etwas dauern. Im Menüpunkt „Telefonie“ und dann im Unterpunkt „Eigene Rufnummern“ sollten nun in absehbarer Zeit eure Rufnummern aufgelistet sein (die Seite muss manuell aktualisiert werden!). Diese werden von o2 abgerufen und automatisch eingerichtet.
Sollten eure Rufnummern jedoch nach zehn Minuten Geduld noch nicht eingerichtet sein, müsst ihr jetzt eure Fritzbox vom Strom trennen. Nach einer Minute könnt Ihr diese wieder anschließen. Nachdem die Fritzbox nun vollständig gestartet ist und ihr euch wieder auf der Konfigurationsseite angemeldet habt, sollten nun eure Rufnummern vorhanden sein.

Von |2019-05-10T14:39:17+02:003. Oktober 2014|Alle, Beiträge, Software|147 Kommentare
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