USB-Stick / SD-Karte formatieren

Manchmal ist es notwendig einen USB-Stick oder eine SD-Karte zu formatieren. Sei es aufgrund eines Linux-Dateisystems das unter Windows nicht erkannt wird oder aufgrund von anderen Fehlern. Wird ein Laufwerk jedoch gar nicht mehr in Windows angezeigt oder wird ein Laufwerk viel kleiner angezeigt als es eigentlich ist, kann man dieses nicht mehr auf normalem Wege formatieren. In so einem Fall kann uns diskpart helfen. Diskpart ist ein Werkzeug das in der Kommandozeile verwendet wird und mit dem Datenträger, Partitionen oder Volumes verwaltet werden können.

Durch das formatieren gehen auf dem Datenträger ALLE Daten UNWIDERRUFLICH verloren!

Als erstes müssen wir die Kommandozeile öffnen indem wir die Tastenkombination [Windows-Taste]+[R] drücken, anschließend „cmd“ eingeben und dies mit der [Enter] Taste bestätigen. Alternativ kann man auch die Datei „cmd.exe“ im System32-Ordner von Windows starten. Durch die Eingabe von „diskpart“ in der Kommandozeile öffnet sich nun das gewünschte Programm.

Jetzt lassen wir uns mit dem folgenden Befehl die verfügbaren Datenträger anzeigen.

Tipp: Durch die erneute Eingabe von „list disk“ mit entfernter SD-Karte bzw. entferntem USB-Stick können wir sicherstellen den richtigen Datenträger zu kennen.

An dieser Stelle ist es wichtig den richtigen Datenträger auszuwählen. Sollte man hier einen Fehler machen kann das einen erheblichen Datenverlust zur Folge haben! In meinem Fall handelt es sich um eine 32GB SD-Karte und somit um den Datenträger Nummer 2. Die Nummer findet sich in der Spalte „###“. Die Auswahl des Datenträgers erfolgt folgendermaßen.

03-diskpart

Tipp: Durch die erneute Eingabe von „list disk“ können wir die getroffene Auswahl visuell bestätigen lassen. Der ausgewählte Datenträger ist nun mit einem Stern (*) markiert.

Um den Datenträger zu bereinigen und alle Partitions- oder Volumeformatierungen von dem Datenträger zu entfernen verwenden wir den Befehl:

04-diskpart

Jetzt erstellen wir eine neue Partition, wählen sie aus und aktivieren sie anschließend.

05-diskpart

Nun muss unsere neue Partition formatiert werden. Da es Datenträger gibt die kein NTFS unterstützen, empfehle ich grundsätzlich erstmal Fat32.

06-diskpart

Abschließend weisen wir unserem Datenträger einen Laufwerksbuchstaben zu damit dieser in Windows verwendet werden kann.

07-diskpart

Durch die Eingabe von „exit“ kann das Fenster von diskpart geschlossen werden.

 

Postfix als Entwickler verwenden

Für ein aktuelles Projekt von mir ist es wichtig das mein Debian Home Server E-Mails versenden kann. Diese sollen jedoch zu Testzwecken, unabhängig vom angegebenen Absender und Empfänger, immer an eine bestimmte E-Mail Adresse geschickt werden. Das hat den Vorteil das ich ganz viele verschiedene E-Mail Adressen verwenden kann und dabei niemand mit Mails belästigt wird die er nicht haben möchte. Spam mag niemand!

Hierbei ist zu beachten das man im Normalfall keine E-Mails von einem Home Server aus versenden sollte. Warum das so ist? Nicht ein einziger E-Mail-Anbieter würde sie annehmen. Das liegt ganz einfach daran das ein Home-Server, beziehungsweise der Internet-Anschluss in einer Wohnung, keine statische IP-Adresse verwendet (aus nicht-DSL-Bereichen) und ebenfalls keinen gültigen Hostnamen besitzt. Somit gilt man unter keinen Umständen als legitimer und seriös arbeitender Versender von E-Mails.

Um das Problem zu lösen versenden wir daher unsere E-Mails mit dem MTA (Mail-Transfer-Agent) Postfix per SMTP über einen der vielen legitimen und seriösen Anbieter die es im Internet so gibt. In meinem Fall ist dies GMX.

Installation

Als erstes installieren wir Postfix.

Anschließend öffnet sich ein Dialogfeld in dem wir einige grundsätzliche Einstellungen vornehmen müssen. Bei der ersten Frage, nach der Art der Konfiguration, wählen wir „Satellitensystem“ aus, gehen per Tab-Taste auf „Ok“ und bestätigen dies mit der Enter-Taste.

postfix konfiguration satellitensystem

Im nächsten Schritt wird der System-E-Mail-Name abgefragt. Hier habe ich den vorausgefüllten Namen meines Servers belassen.

postfix konfiguration domainname

Nun werden wir nach dem SMTP-Relay-Server gefragt. Hier kommt der SMTP-Server eures Anbieters rein. In meinem Fall „mail.gmx.net“.

postfix konfiguration smtp relay server

Sollte man während dieser Eingaben bei der Postfix Konfiguration einen Fehler gemacht haben und dies erst später bemerken, kann mit dem folgenden Befehl die Konfiguration erneut gestartet werden.

Einrichtung

Die weiteren Schritte bei der Einrichtung von Postfix müssen per Hand durchgeführt werden. Dafür bearbeiten wir als erstes die Konfigurationsdatei mit dem Befehl:

Am Ende dieser Datei müssen die folgenden Zeilen eingefügt werden:

Hierdurch legen wir fest das der SMTP Anbieter eine Authentifizierung benötigt, die Verbindung über eine sichere TLS Verbindung erfolgen soll und in welcher Datei die Zugangsdaten stehen. Des weiteren verweisen wir auf zwei Dateien durch die beim Versand einer E-Mail zum einen der Absender und zum anderen der Empfänger verändert wird.

Jetzt kümmern wir uns als erstes um die Zugangsdaten. Dafür erstellen wir mit dem ersten Befehl eine neue Datei und bearbeiten diese Datei mit dem zweiten Befehl.

Dort wird eine neue Zeile eingefügt. ADRESSE und PASSWORT müssen selbstverständlich durch eure Daten ersetzt werden.

Nun legen wir fest wer der Absender aller E-Mails sein soll indem wir eine neue Datei anlegen und diese bearbeiten.

Hier fügen wir die folgende Zeile ein. ADRESSE müsst Ihr erneut ersetzen.

Das selbe machen wir mit der Empfänger-Adresse an die alle E-Mails geschickt werden sollen.

In diese Datei kommt die folgende Zeile. ADRESSE muss wieder ausgetauscht werden. Wenn die Empfänger-Adresse die selbe wie die vom Absender sein soll, ist die Zeile identisch mit der aus der vorherigen Datei.

Um die veränderte Konfiguration von Postfix zu übernehmen, müssen aus unseren neuen Dateien Datenbanken erstellt werden. Dies machen wir mit diesen Befehlen:

Abschließend starten wir Postfix neu.

Um zu testen ob alles funktioniert, könnt Ihr mit dem folgenden Befehl eine E-Mail verschicken. Eine Empfänger-Adresse zum testen könnt Ihr zum Beispiel auf https://www.squizzy.de/ bekommen.

Diese E-Mail erhaltet Ihr nun mit dem von euch festgelegtem Absender an eure festgelegte E-Mail Adresse. Unabhängig davon wer eine E-Mail verschickt oder wer diese erhalten soll. Um als Entwickler verschiedene Funktionen zu testen ist dies genau das richtige.

Mir ist bewusst das es viel kleinere und einfacherer Lösungen gibt um dies zu realisieren. Zum Beispiel mit sSMTP oder Nullmailer. Bei beiden hatte ich aber massive Probleme mein Passwort zu hinterlegen und habe hierfür auch keine funktionierende Lösung finden können. Das Problem war, das meine Passwörter sehr sicher sind und aus vielen Zeichen bestehen die auch Sonderzeichen beinhalten. Mit diesen Sonderzeichen können beide Programme scheinbar nicht umgehen. Nur hierfür mein Passwort zu ändern und überall anpassen zu müssen sehe ich nicht ein. Ganz davon abgesehen das das Passwort dann etwas unsicherer wäre. Des weiteren können bei sSMTP auch E-Mails verloren gehen wenn keine Internetverbindung bestehen sollte. Das liegt daran das es leider keine Warteschlange gibt und E-Mails nach dem versenden gelöscht werden. Selbst dann, wenn es einen Fehler bei der Übermittlung gab.

Umdenken bei der Verwendung von Werbeblockern

Werbeblocker, auch Adblocker genannt, werden heutzutage viel eingesetzt um auf Webseiten störende Werbung zu entfernen. Gewöhnlich geschieht dies mithilfe eines Plug-ins für Webbrowser. Die beiden größten Anbieter hierfür sind Adblock Plus (über 50 Millionen Nutzer*) sowie Adblock (über 40 Millionen Nutzer*).

Ich benutze so ein Plugin inzwischen schon lange. Damit angefangen habe ich weil es viele Webseiten mit der Werbung schlichtweg übertrieben haben. An jeder Stelle kamen Pop-Up Fenster hoch und die Inhalte konnte man teilweise nur noch schwer lesen. Um einzelne Besitzer von Webseiten für die kostenlosen Inhalte zu unterstützen, habe ich diese dann manuell freigegeben. Sei es bei kleinen Webseiten, Blogs oder bei großen Webseiten wie Youtube und Twitch.

Leider ist mir in den letzten Monaten jedoch immer wieder aufgefallen das ich das bei viel zu wenig Webseiten mache und eigentlich auch nur bei Seiten die ich häufig besuche. Das finde ich falsch. Denn gerade die kleinen Webseiten haben die Unterstützung besonders nötig. Zudem hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Es gibt nur noch verhältnismäßig wenig Webseiten die es wirklich übertreiben. Und da finde ich meine jetzige Herangehensweise nicht mehr Zeitgemäß und auch nicht richtig.

Aus diesem Grund habe ich mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht. Fündig geworden bin ich bei dem oben genannten Plugin Adblock. In den Einstellungen „Eigene Filter“ kann man einstellen „Werbung auf allen Seiten anzeigen, außer auf diesen Domains…“. Sobald man hier eine Webseite eingetragen hat auf der man die Werbung blockieren möchte, wird auf allen anderen Seiten die Werbung angezeigt.

adblock werbung auf allen seiten anzeigen

Falls man nun auf einer Webseiten landen sollte die es mit der Werbung übertreibt, kann man diese schnell und mit nur zwei Klicks zu der oben genannten Liste hinzufügen.

adblock auf einer seite aktivieren

Ich bin gespannt wie meine Erfahrungen mit dieser Umstellung sein werden. Ich bin mir aber ziemlich sicher das ich es nicht bereuen werde. Mein schlechtes Gewissen ist auf jedenfall weg. 🙂

Kleine Info zum Schluss: Im Schnitt haben 65% der Besucher meiner Seite Werbung blockiert. Mich stört das nicht da diese Webseite ein Hobby von mir ist. Ich finde es aber interessant und wollte es euch nicht vorenthalten. 🙂

*) Nach eigenen Angaben in den Beschreibungen der Plug-ins -> Siehe hier für Adblock Plus und hier für Adblock

Meine WordPress Plugins 2016

Es gibt aktuell 42.827 WordPress Plugins von denen ich auf meiner Webseite 12 Stück verwende. Hier zeige ich euch welche dies sind und wofür ich sie einsetze.

Akismet

Akismet bietet einen sehr zuverlässiges Weg um Spam erkennen. Sobald ein Kommentar als Spam eingestuft wurde, wird dieser nicht auf der Webseite angezeigt. Der Schutz funktioniert äußerst zuverlässig. In den vielen Jahren in denen ich das Plugin bereits verwende, hatte ich bisher nur einen einzigen Kommentar der falsch erkannt wurde. Falls dies mal passieren sollte, kann man den Kommentar manuell freigeben und Akismet wird hierüber automatisch informiert.

Akismet Privacy Policies

Um dem deutschen Datenschutz beim Einsatz von Akismet gerecht zu werden, verwende ich Akismet Privacy Policies. Mithilfe dieses Plugins muss man beim Kommentieren auf meiner Webseite der Verarbeitung der eingegebenen Daten zustimmen. Weitere Informationen zu diesem Thema findet Ihr auf der Webseite von WordPress Deutschland.

Akismet Privacy Policies

Broken Link Checker

In meinen Beiträgen verlinke ich relativ viele Webseiten. Dadurch kann man bei Unklarheiten gleich nachschauen was gemeint ist beziehungsweise wovon ich schreibe. Alleine in diesem Beitrag gibt es 30 Links. Da mit der Zeit einige Webseiten wieder aus dem Internet verschwinden oder Inhalte entfernt werden, verwende ich dieses Plugin um Benachrichtigt zu werden falls etwas mit einem Link auf meiner Webseite nicht stimmt. Auf der einen Seite wäre das sehr unschön für jemanden der einen Beitrag von mir liest und etwas nachschauen möchte. Auf der anderen Seite ist das aus der Sicht von SEO (Search Engine Optimization englisch für Suchmaschinenoptimierung) eine Katastrophe. Denn zu viele ungültige Links führen zu einer Abwertung beim SERP (Search Engine Result Pages englisch für: Seiten, auf denen die Suchergebnisse dargestellt werden).

Contact Form 7

Kurz und knapp: In meinem Impressum gibt ich ein Kontaktformular. Das Plugin Contact Form 7 verwende ich um dieses zu erstellen.

Contact Form 7

Cookie Law Info

Um der Cookie-Richtlinie der EU gerecht zu werden (oder doch Google?) gibt es auf meiner Webseite einen Hinweistext über die Verwendung von Cookies. Wenn Ihr meine Webseite nutzt, stimmt Ihr der Verwendung zu. Um diesen Hinweis zu platzieren und zu steuern verwende ich das Plugin Cookie Law Info. Die Rechtsanwaltskanzlei Schwenke hat auf Ihrer Webseite einen umfangreichen Beitrag über das Thema geschrieben.

Cookie Law Info

Crayon Syntax Highlighter

Es gibt immer wieder mal Beiträge von mir, in denen ich euch Teile von Code zeige. Zum Beispiel Ein WordPress Plugin Multisite Kompatibel machen. Damit der Code auch schön aussieht und gut strukturiert ist, verwende ich den Crayon Syntax Highlighter.

Crayon Syntax Highlighter

Easy Code Placement

Hierbei handelt es sich um ein von mir geschriebenes WordPress Plugin. Ich verwende Easy Code Placement um Werbung von Google AdSense dort zu platzieren wo ich es möchte – ohne den Code meiner Webseite anpassen zu müssen. Man kann hierfür das WordPress Text Widget verwenden oder einfach einen Shortcode auf einer Seite oder in einem Beitrag einfügen um den Code einzufügen. Das Plugin ist sehr flexibel und man kann unendlich viele Codes verwalten. Weitere Informationen findet Ihr hier.

Google XML Sitemaps

Um es Google und anderen Suchmaschinen zu erleichtern meine Webseite zu erfassen, verwende ich das Plugin Google XML Sitemaps. Dieses legt eine virtuelle Sitemap Datei an um den Suchmaschinen mitzuteilen wie die Inhalte meiner Webseite strukturiert sind. Außerdem werden durch diese Datei wertvolle Metadaten über meine Inhalte mitgeteilt. Dieses Plugin ist wie „Broken Link Checker“ aus SEO-Gründen im Einsatz.

MailPoet Newsletters

Das Plugin MailPoet Newsletters, früher hieß es Wysija Newsletters, sendet beim Veröffentlichen eines neuen Beitrages automatisch eine E-Mail an die Abonnenten meiner Webseite. Es ist einfach zu konfigurieren aber hat dennoch alle wichtigen Optionen die man braucht. Auch bietet es die in Deutschland benötigte Funktion des Double-Opt-In an (eine Anmeldung muss nochmals bestätigt werden).

MailPoet Newsletters

Optimize Database after Deleting Revisions

Das Plugin Optimize Database after Deleting Revisions hatte ich vor ein paar Jahren bereits an dieser Stelle einmal vorgestellt. Seitdem hat sich nur ein wenig an den Einstellungen geändert. Es funktioniert aber zuverlässig wie eh und je. Das Plugin verwende ich um regelmäßig meine WordPress MySQL Datenbank zu entmüllen und zu optimieren. Seit dem ersten Lauf habe ich bereits über 10Mb Datenmüll aus der Datenbank entfernt.

Subscribe to Comments Reloaded

Damit keiner eine Antwort auf seinen Kommentar verpasst, habe ich das Plugin Subscribe to Comments Reloaded im Einsatz. Wie bereits das Plugin „MailPoet Newsletters“, bietet auch dieses Plugin die in Deutschland benötigte Funktion des Double-Opt-In an. Man kann entweder vor dem Absenden eines neuen Kommentares die Option aktivieren oder aber auch ohne einen Kommentar die E-Mail-Benachrichtigungen abonnieren.

Subscribe to Comments Reloaded

TinyMCE Advanced

TinyMCE Advanced habe ich euch an dieser Stelle bereits einmal vorgestellt. Mit diesem Plugin kann man für den WYSIWYG (What You See Is What You Get englisch für: Was du siehst, ist das, was du bekommst) Editor von WordPress praktische Funktionen aktivieren.

WYSIWYG Editor

Welche Plugins verwendet Ihr denn so? Kennt Ihr Plugins die man noch unbedingt haben muss?

  • All images are licensed under the CC0 public domain CC0